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Nicole Almodovar
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MeditationYoga

Meditation – Was bedeutet das?

By Januar 27, 2019 April 17th, 2019 No Comments

«Meditation» ist heute in aller Munde – aber was bedeutet eigentlich Meditation? Ganz so einfach lässt sich die Frage nicht beantworten. Was man sagen kann, ist das Meditation nicht gemacht wird, sondern dass Meditation passiert. Es ist ein „State of Mind“, ein Geisteszustand.

Dharana – Konzentration

Was wir eigentlich üben, ist Dharana, also Konzentration. Es geht dabei darum, dass wir lernen, unsere Gedanken zu bündeln und den Geist auf einen bestimmten Gegenstand ausrichten. Der Yoga bietet uns verschiedene Hilfsmittel respektive Werkzeuge an, um uns dies leichter zu machen. Heute stelle ich dir zwei Möglichkeiten vor. Es gibt natürlich noch viele, viele mehr!

Die richtige Haltung finden

Ich könnte eigentlich einen eigenen Beitrag zum idealen Sitz verfassen, da es darüber viel zu erzählen gibt. Ich beschränke mich jetzt einfach mal aufs Wesentlichste.

Finde in einen aufrechten und stabilen Sitz. Der Schneidersitz bietet sich dafür gut an. Nutze allenfalls Hilfsmittel, wie Blöcke, Meditationskissen, Meditationsbank oder Stuhl, damit du etwas länger angenehm sitzen kannst. Achte darauf, dass deine Knie tiefer liegen als dein Becken. Wenn du deinen Sitz gefunden hast, erde dich über deine Sitzbeine und lass dein Becken breit werden. Stell dir vor, wie an deinem Hinterkopf ein dünner Faden befestigt ist, der dich nach oben zieht und dir Leichtigkeit und Länge in der Wirbelsäule schenkt. Der Sitz sollte stabil und trotzdem angenehm und leicht sein.

Wenn du nicht lange sitzen kannst, nimm eine liegende Haltung ein. Da kann es aber passieren, dass du wegschläfst ;).

Dharana-Werkzeug 1: Der Atem

Für mich ist der Atem selbst das effektivste Werkzeug zur Fokussierung des Geistes. Du kannst dich dabei auf das Ein- und Ausströmen des Atems selbst konzentrieren und den Fluss des Atems begleiten. Du kannst deine Konzentration auf eine bestimmte Körperstelle lenken, wo die Atmung gut spürbar ist. Das kann die Nasenwurzel sein, wo du dich auf den Luftstrom des Ein- und Ausatems fokussierst oder du lenkst deine Aufmerksamkeit auf den Bauchnabel und beobachtest die feinen Bewegungen des Nabels bei der Ein- und Ausatmung.

Dharana-Werkzeug 2: Das Mantra

Wenn du gerne singst, oder es vielleicht für dich entdecken möchtest, ist Mantra singen/murmeln (mantra japa) eine andere gute Möglichkeit, den Geist auszurichten. In der Regel wird das Mantra 108 mal wiederholt. Danach folgt, auf den Klang und die erzeugte Schwingung, die Stille. Versuche, dich danach in die entstandene Stille sinken zu lassen.

Wenn wir uns mit Mantra beschäftigen, wollen wir es nicht einfach mechanisch herunterleiern. Thich Nhat Hanh hat in seinem Buch «Mit dem Herzen verstehen» wunderbar beschrieben, wie ein Mantra rezitiert werden soll. Als ob ein Liebender seiner Geliebten zum ersten Male die Worte «Ich liebe dich» flüstert, so sollst auch du Mantra wiederholen – aus vollem Herzen und mit voller Hingabe.

Dhyana – Meditation

Auf Dharana kann Dhyana folgen. Wie schon oben erwähnt, können wir Dhyana nicht aktiv herbeiführen, es passiert uns einfach. Unser Ego und die Gedanken spielen in diesem Zustand keine Rolle mehr, lösen sich mehr und mehr auf und der Geist wird ganz still und ruhig – es ist vergleichbar mit dem Bild eines spiegelglatten Bergsees. Da sind keine störenden Gedanken oder Emotionen mehr, die Wellen verursachen würden.

Dhyana kann zu Samadhi führen

Meditation zu beschreiben, ist schwierig, da es eine individuelle Erfahrung ist, die tiefer geht, als dass wir sie einfach mit Worten ausdrücken könnten. Ich versuch es trotzdem ;). Einerseits bist du geerdet und andererseits wirst du ganz weit und leicht. Dein Körper sitzt zwar hier auf der Erde aber zeitgleich löst sich alles physische auf und du wirst zur kosmischen Schwingung selbst. Erreichst du den Zustand von tiefer Meditation, gelangst du zum höchsten Zustand – dem Ziel von Yoga – dieser Zustand nennt sich Samadhi. Samadhi kommt von „Sama“ und bedeutet „Ruhe“.  Man kann es als Zustand völliger Losgelöstheit, absolute Verbundenheit, Verschmelzung, oder auch mit «Frei sein» beschreiben.

Die Kraft der Meditation

Vielleicht denkst du jetzt auch «total verrückt!»

Das mag schon sein… und dennoch zeigen neue Forschungen und Studien immer klarer auf, dass in solchen Übungen – und damit hauptsächlich in uns selber – ein enormes Potential schlummert. So werden positive Wirkungen auf unser Gehirn und Wohlbefinden festgestellt, Verbesserungen in Gesundheit und Krankheitsprävention sowie eine angenehme Veränderung in unserer zwischenmenschlichen Kommunikation und unserem Umgang mit Situationen des Alltags. Man kann also sagen, dass Dharana & Dhyana jedem Menschen dienlich ist.

So keep practicing – wenn du also das nächste Mal meditierst, weisst du jetzt, dass du eigentlich Dharana machst – und möglicherweise Dhyana erfährst.

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